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Flecken Pechackern
Einwohner:
350
Vogt:
Anselm Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl zu Pechackern
Vogtssitz:
Burg Pechackern
Wappen:
Besonderheiten: Pechäcker
Garnisonen:1 Lanze
Pechackerner Pikeniere, Sechs berittene leichte Kavallerie, vier Marktgardisten
Schreine:
Rondra, Ingerimm
Gasthöfe:
Wolfshof, Zum Tanzenden Hund, Haus zur trunkenen Biene, Bei Delgado
Schänken:
Am Marktplatz, Pechkrug
Handwerker:
Böttcher, Korbmacher, Schuster/Sattler, Grobschmied/Hufschmied, Schneider
Tischler/Zimmermann, Fleischer, Seiler, Tuchmacher, Brotbäcker, Alchimist des
Barons, Reisende
Händler:
Krämer, Kräuterhändler, Waffen- und Werkzeughändler, Lebensmittel,
Ausrüstungen, Kontor und Pfandhaus, Kohlenbrander
Dienstleistungen:
Schreiber, Medicus, Anatom
Der Flecken Pechackern wurde um 850 v.Hal das erste Mal urkundlich erwähnt.
Aus dieser Zeit muss auch die Vergabe der Marktrechte für den Pechhandel in der
Mark-Greifenfurt zurück gehen. Seit dieser Zeit hat der Ort ein stetes auf und
ab gute und schlechte Zeiten erlebt.
Pechackern liegt direkt an dem kleinen Fluss Lethe, der die
Baronie grob von Nord nach Süd durchfließt. Der recht große Flecken trägt
seinen Namen wegen des Marktes, der dort einmal in jedem Mond, von Phex bis
Travia abgehalten wird. Hier, inmitten des Lichthages findet der Pechmarkt
auf den Äckern des Ortes statt. Dass inzwischen die Äcker keine wirklichen Äcker
mehr sind, sondern eher frei gehaltene Wiesen im Osten des Ortes, steht auf
einem ganz anderen Blatt.
Wegen dieses Marktes, der eine Vielzahl von Händlern,
Bauern, Pechsiedern, Quacksalbern, Alchemisten (und solchen die es werden
wollen), Handwerkern und vielen anderen mehr aufgesucht werden befindet sich
hier auch die wehrhafte Burg Orkenbann,
besser bekannt als Burg Pechackern am Nordrand des Fleckens. Hier residiert
der Junker des Ortes, Anselm Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl mit weiser und
gerechter Hand über den Ort. Die Lanze Pikeniere und die sechs Reiter der
leichten Reiterei sind dort stationiert, während die vier leicht bewaffneten
Gardisten in dem leicht befestigten Zollhaus
am Rande des Marktfeldes untergebracht sind. Genau nebenan kann man den Pranger
erkennen an dem, mit steter Regelmäßigkeit ein Trunkenbold, Geldschneider oder
Betrüger zur Schau gestellt wird. Hier hat man jedoch niemals einen
Delinquenten zweimal gesehen...
Im Zentrum des Ortes findet der Reisende allerlei
Annehmlichkeiten für jeden Geldbeutel. Der „Wolfshof“ ist berüchtigt und billig. Die meisten der Gäste sind
ärmere Reisende oder auch einmal ein Pechsieder. Auch wenn hier niemand um sein
Leben bangen muss, der Wirt Gunther „Bärenschreck“
Hunzinger, ein wahrer Hüne, hat schon einige Streitigkeiten beigelegt, so
sollte man doch auf ein Bad am nächsten Morgen nicht verzichten, möchte man
nicht die zahlreichen kleinen Untermieter länger als nötig beherbergen. Den
Gegensatz bildet das Haus zur trunkenen
Biene. Ein Gasthof in dem der Reisende gut zu recht hohen Preisen nächtigen
kann und immer einen wohlfeilen Met oder Therengar-Blut (Honigschnaps) genießen
kann. Beides wird von der Brennerei in Bugenbühl geliefert die von der Familie Targaskir
im Auftrage des Edlen Answin Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl, dem Bruder des
Junkers zu Pechackern, geführt wird. „Zum
tanzenden Hund“ hingegen gehen diejenigen, die mit tanzenden Hunden wohl
nichts am Hut habe, sondern wohl eher den tanzenden Mägden und Burschen, die
hier fast jeden Abend das Publikum mit gar sehr rahjagefälligen Tänzen zu
begeistern vermögen. Natürlich finden solche Tänze vor allem dann statt, wenn
auch gerade mal wieder Pechmarkt ist. Das einige der Tänzer und Tänzerinnen
gut zahlenden Gästen auch für den einen oder anderen Liebesdienst im Separé
zur Verfügung stehen ist ein eher offenes Geheimnis. Daneben kann man im
Tanzenden Hund in jedem Fall gut speisen und schlafen ohne dabei unangemessen
viel zu bezahlen.
In der Schänke zum „Pechkrug“ kann mit etwas Pech ein Vermögen verlieren oder mit
genauso viel Glück ein solches gewinnen. Hier wird dem Glücksspiel gefrönt
und auch gestattet. Der Junker besteht nur auf die zwei bulligen Türsteher, die
jeden Aufmüpfigen zurechtweisen und auf die Bezahlung der teuren Konzession
achten. Zweimal im Jahr schließlich, wenn während des Pechmarktes auch
Hunderennen stattfinden, wird die Schänke zum Anziehungspunkt des ganzen Ortes.
Die Wirtin, die recht ansehnliche Alinja
Wohlgemut, erhöht an diesen Tagen auch gleich die Preise, ohne die Qualität
nennenswert zu erhöhen. Unweit des Pechmarktes findet sich schlie0lich, die
etwas einsam stehende Schänke „Am
Marktplatz“. Der ungünstige Standort ist auch der Grund, warum an diesem
Ort vom Wirt Peddar und seiner Frau Minka weit bessere Qualität geboten wird,
als das dafür der entsprechende Gegenwert genommen wird. Das Gerstenbräu ist
hier so gut wie nirgendwo in Pechackern und der weitgereiste Gaumen wird hier
auch so etwas finden wie Meskinnes, Ferdocker, liebfeldischen und almadanischen
Wein. Nur zu Zeiten des Marktes ziehen die Preise erheblich an, so dass dann nur
noch betuchte Händler und Handwerker die Schänke aufsuchen.
Nachdem nun bereits die Gastlichkeit des Ortes beschrieben
worden ist, soll nun der Augenmerk auf die Geistlichkeit des Ortes gerichtet
werden. An diesem Flecken zeigt sich eine weitere Besonderheit, gibt es doch am
Rande des Pechmarktes, gerade dort, wo die Besiedlung aufhört einen kleinen Schrein des Ingerimms. Das kleine Gebäude besteht aus einem überdachten,
offenstehenden Räum. Hier findet sich die kleine ewig brennenden Flamme in
einer größeren, mit einer Glaskolben versehenen Öllampe. Der Schrein wird von
allen ansässigen Handwerken betreut, die sich damit abwechseln dafür zu
sorgen, dass die Flamme niemals ausgeht. Unterstützt wird der Schrein auch von
den Handwerkern in Hundsgrab und Bugenbühl. Der zweite Schrein am Ort ist der Schrein
der Rondra auf Burg Pechackern. Schon vor langer Zeit wurde der Schrein
eingerichtet und mit einer kleinen Statuette der Rondra versehen, um den Truppen
der Wehrburg „Orkenbann“ immer die Präsenz der Kriegsgöttin spüren zu
lassen. Der Rittmeister und oberste Waffenmeister des Junkers, Rondrian
Zornboldt kümmert sich um den kleinen Schrein. Der Haudegen hatte
bereits an der Seite des alten Junkers gefochten und hat sich das Vertrauen der
Hilberans wahrlich verdient.
Der geschäftige Kaufmann nutzt natürlich den Markt, um
seine eigenen Waren feilzubieten oder aber er bietet Transportleistungen an.
Abgerundet wird sein Angebot durch die Wechselstube und die Pfandleihe. Es muss
nicht unerwähnt bleiben, das sich Anselm Hilberan für dieses Privileg des Händlers
eine ordentliche Abgabe zahlen läßt.
Diese
Einrichtung einen Hafen zu nennen wäre eine große Übertreibung. Lediglich
zwei Schuppen stehen hier. In dem einen davon wohnt Luthe,
die mittelalte Frau, die schon seit jeher hier den Anlegezoll einnimmt und ihn
an den Junker abführt. Oft machen hier während des Pechmarktes die Kähne der
Händler fest, um das gekaufte Pech über den Fluss leichter abtransportieren zu
können.
Im Süden der Siedlung finden sich vermehrt die Höfe
der kleinen und großen Bauern, welche die Felder um Pechackern bestellen.
Regelmäßig zur Erntezeit fahren die Karren und Kutschen der Bauern mit dem
Getreide der Region nach Hundsgrab oder sogar nach Bugenbühl, um das Getreide
mahlen zu lassen.
CK
Lichthag Beldenhag
Dergelstein Finsterkamm
Finsterrode Greifenhorst
Helbrache Hundsgrab
Nebelstein Schnayttach
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