Von Bernstein und Schnayttach

Die Geschichte der bornländischen Ritterfamilie von Bernstein sind spätestens seit dem Jahre 54 v. Hal stark mit denen der Ländereien um Schnayttach verbunden.

In einem der Finanzbücher aus dem Jahre 68 v. Hal findet sich folgende Eintragung:

"Haben wir am heutigen Tage folgende Einnahmen und Ausgaben gemacht...und unter anderem einen neuen Gefolgsmann eingestellt, den Ritter Ludo von Bernstein aus dem Bornlande."

Algrin von Pilzhain, der damalige Burgherr, konnte nicht ahnen, daß Ludo von Bernstein im Zorn seinen Vater erschlagen hatte und deshalb von seinem Bruder Effrim in allen Ecken Aventuriens gesucht wurde.

So kam es für Alle ziemlich überraschend, als eines schönen Wintertages im Jahre 54 v. Hal ein Ritter auftauchte und Ludo eben dieses Verbrechens beschuldigte. Es kam zum ritterlichen Zweikampf und Ludo unterlag. Doch was Effrim von Bernstein nicht wußte, war die Tatsache, daß Ludo den Traviabund geschlossen hatte und Vater einer 4-jährigen Tochter namens Selina war.

Als Ludos Ehefrau sich in rasender Wut auf Effrim stürzte mußte dieser auch sie töten und machte das Kind damit zur Waise.

Als Selinas Onkel entschloß er sich, das an den Verbrechen seines Vaters unschuldige Kind mit sich ins Bornland zu nehmen.

Die Geschichte der von Bernsteins ist sehr kompliziert, deshalb sei an dieser Stelle nur gesagt, daß im Jahre 4 Hal die Enkelin von Ludo von Bernstein, Tilka in der Baronie Zuflucht suchte. Sie gewann das Vertrauen und die Liebe Seinhachs, was Beides in einer Liebesnacht gipfelte.

Kurz darauf stahl sie ihm eine größere Summe Dukaten aus seiner Geldschatulle und brannte mit einem von Seinachs Vertrauten durch.

Daß sie ihm 9 Monate später einen Sohn gebar und ihn Peleas nannte, erfuhr Seinach erst Jahre darauf.

Im Jahre 21 Hal erschien Peleas in der Baronie und enthüllte seinem Vater seine Existenz. Seinach fühlte sich seinem Sohn gegenüber verpflichtet und setzte ihn als Verwalter ein, gleichzeitig weigerte er sich aber, Peleas als seinen Sohn anzuerkennen.

Das machte Peleas sehr wütend und er begann bald, sich eine Machtposition aufzubauen, für den Tag, an dem sein Vater sterben würde. An Mord dachte Peleas zwar nicht, unterstützte seinen Vater allerdings, als dieser sich mit dem Gedanken trug, gegen die borbaradianischen Horden in den Kampf zu ziehen.

Während der Monate vor Borbarads Wiederkehr besuchte Elrigh von Bernstein seinen Cousin und Freund so oft er konnte. Auf einer dieser Reisen lernte Elrigh den jungen Krieger Eidon Wischbart kennen, welcher ihn nach Schnayttach begleitete, in der Hoffnung, dort am Hof eines Barons sich einen Namen machen zu können.

Eidon blieb in Schnayttach und begleitete Seinhach schließlich auch in die Schlacht an der Ostfront. Am 16. Efferd 27 Hal tragen Beide in der Schlacht um Warunk schwere Wunden davon. Doch trotz seiner Verwundung trägt Eidon seinen Lehnsherrn vom Schlachtfeld.

In einem Auffanglager trifft Elrigh zufällig auf seine Freunde. Der Ritter war ob einer Sünde zu einer Wallfahrt verdonnert worden und sollte zu Fuß 12 heilge Stätte besuchen. Auf seiner Reise war er mehr zufällig in die Schlacht um Warunk verwickelt worden.

Seinhach stirbt am 18. Efferd, überträgt Eidon allerdings vorher noch den Titel und die Ländereien - weil er verhindern will, daß sein intriganter Sohn Peleas Baron wird. Eidon und Elrigh überführen den Leichnahm nach Schnayttach und in der Folgezeit hilft Elrigh dem neuen Baron bei der Bewältigung der anfallenden Aufgaben. Elrigh muß feststellen, daß sein Cousin Peleas ihm nur noch blanken Haß entgegenbringt. War es doch Elrigh, der Eidon nach Schnayttach brachte, was Peleas schließlich den Adelstitel kostete.

Als die Baronin von Dergelstein in das Andergastsche Thuranx aufbricht, um dort ein Mysterium zu untersuchen und Eidon auffordert mitzureisen, schickt dieser seinen Freund Elrigh, anstatt selbst zu gehen - er hält es für den besten Weg eine Auseinandersetzung zwischen den Cousins zu verhindern.

Als Elrigh seine Wallfahrt beendet hat und ins Bornland zurückkehrt, sammelt er eine Kompanie Schwert und Axtschwinger und führt sie als Hauptmann in den Kampf gegen den Dämonenmeister. Eidon, der selbst vom Kampf die Schnauze voll hat, unterstützt Elrigh mit einer größeren Geldsumme.

HE

 

Lichthag Beldenhag Dergelstein Finsterkamm Finsterrode Greifenhorst Helbrache Hundsgrab Nebelstein