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Geographica der Baronie
Hundsgrab und Markgräflich Pechackern
Die Baronie Hundsgrab liegt nordwestlich der Mark
Greifenfurt und profitiert damit von den südlichen gemäßigten Ausläufern des
Finsterkammes und der, sich dadurch möglichen Landwirtschaft. Ein Großteil der
Baronie wird von Mischwald und Nadelwald eingenommen. Im Nordwesten und
Nordosten befinden sich ausgedehnte Misch- und Nadelwälder. Sie werden von
einem nach Norden hin ansteigenden Höhenzug und Ausläufer des Finsterkamms,
dem Hundsrück getrennt. Das Gebirge zieht sich bis zu der zentral liegenden
Stadt Hundsgrab. Entlang der westlichen Ausläufer des Hundsrück fließt der
kleine und wilde Fluss Lethe, der am südlichen Ende des Hundsrück weiter nach
Westen, am Fuß des Argenfels und dem Flecken vorbei fließt und schließlich
nach der Querung der zentralen Mark-Greifenfurt in die Breite mündet.
Lebensader der Baronie ist die Reichslandstraße, die von
Greifenfurt kommend die Baronie von Südwest nach Nordost durchzieht und den
Wanderer weiter nach Waldrast und schließlich in das Land „Schwester
Weidens“ führt. Zuerst wird ein Handelszug den Marktflecken Pechackern
passieren. Der Junker Anselm Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl unterhält hier
einige Mannen und Frauen unter Waffen und auch die trutzige Burg zu Pechackern
tut das übrige um die Wehrhaftigkeit des Ortes zu unterstreichen. Für gut
betuchte Händler hält der Junker auch einige Reiter und Söldner bereit, die
einen Handelszug mit der oftmals notwendige Waffenunterstützung dienlich sein
kann. Für die weniger gut Betuchten oder geizigen Händler bieten sich häufig
auch so genannte reisende Söldner an, die häufig aber noch nicht mal den
verlangten Silberling am Tage wert sind.
Bei Hundsgrab zweigen zwei Straßen von der Reichslandstraße
ab. Gerade die firunwärts führende Straße, die durch den Hundsrück zur Lethe
führt und nach dem letzten festen Ort Solfsheim in die Baronie Beldenhag führt
ist zunehmend durch den Ork bedroht. Die gen Praios führende Straße ist in
einem etwas besseren Zustand – zumindest – so lange sie auf dem Boden
Hundsgrabs verläuft – und führt nachdem sie den Wanderer in den Ort Bugenbühl
geleitet hat weiter nach Eslamsroden.
Flora und Fauna
Greifenfurt
und gerade der Norden der Mark ist bekannt für seine langen Winter und die
harsche Witterung. Gerade dies ist bezeichnend für die Natur in der Gemarkung
Hundsgrab. Die meisten der in der Mark-Greifenfurt verbreiteten Pflanzen und
Tiere kann der Wanderer antreffen. Weite Teile der Baronie werden vom Wald
eingenommen von dem ein großer Teil landwirtschaftlich zur Gewinnung des
Baumharzes genutzt wird. Hier lauern den einfachen Waldbauern aber auch häufig
Gefahren durch aggressive Kreaturen wie Bären oder Waldschrate. Gerade aber in
jüngerer Zeit ist die Gefahr durch marodierende Orks, Halborks und anderes übles
Gelichter nicht zu unterschätzen.
Zu
jagendes Wild gibt es Rehe, Rotpüschel und anderes Getier, welches bei den
seltenen Lustbarkeiten des Adels geschossen wird. Häufiger führen Jäger Pfeil
und Bogen, um ihren Herren gelegentlich einen Festtagsbraten zu liefern. Die
Wilderer ist auch in dieser Baronie nicht selten, führt doch fast jeder
Bewohner einen Bogen oder eine Wurfwaffe mit der er dem Wild auflauert.
Bevölkerung
Der
größte Teil der Menschen die innerhalb der Grenzen der Baronie und auch
Pechackern wohnen leben in den größeren Ortschaften – siehe unten. Darüber
hinaus gibt es aber auch einige Gehöfte die in der weitläufigen Landschaft
ihren Lebensunterhalt bestreiten und den steten Kampf der Urbarmachung des
Landes bestreiten. Die einzelnen Gehöfte sind dabei völlig auf sich alleine
gestellt und sind in der Regel auch etwas wehrhafter gebaut als diejenigen, die
in unmittelbarer Nähe eines Dorfes stehen. Fast jeder Hof verfügt über eine
kleinere Mauer und verriegelbare Fenster und Türen. Die reicheren Bauern
(solche, die auch den Harzsuchern ein gelegentliches Heim bieten) haben ihr Haus
sogar auf einem steinernen Sockel gebaut und den einzigen Eingang erhöht
gebaut. Dieser kann nur über eine Rampe oder Treppe erreicht werden, die in
Notsituationen schnell eingerissen werden kann.
Die
eben erwähnten Harzsucher stellen eine weitere Besonderheit der Region dar.
Diese leben zumeist in kleinen Hütten in der Nähe der Dörfer und verkaufen
ihr Harz an den nächstbesten Aufkäufer, der die Erzeugnisse dann nach
Pechackern verbringt. Andere wiederum haben kein festes Heim und ziehen mit
ihrem Karren den sie entweder selbst ziehen oder von einem klapprigen Esel
gezogen wird durch die Lande auf der ‚Jagd‘ nach ergiebigen Bäumen.
Gesellschaftliches
Die
Herrschaft der Baronie Hundsgrab liegt seit dem Ende der Priesterkaiserzeit in
den Händen derer von Kieselburg. Über die Ursprünge dieser Herrschaft
berichtet der Abschnitt „Mythen und Legenden“. In diese Zeit reicht auch die
Freundschaft der alten Geschlechter zu Kieselburg und von Hundsgrab. Beide Häuser
sind zusammen an die Macht gekommen und zusammen haben sie seither jeder Gefahr
gemeinschaftlich getrotzt. Bisher ist es in all den Jahren auch bei dieser
festen Freundschaft geblieben, ohne dass sie durch Heirat besiegelt werden
musste. Manchmal munkeln jedoch die Menschen der Baronie, dass die Tochter des
Barons und der aufstrebende Junker in rahjagefälliger Liebe zueinander fanden
und doch den Traviabund nicht wagen. Was an diesem Gerücht nun wirklich wahr
ist, wird vielleicht die Zukunft zeigen.
Heute
übt der Baron Nydam von Kieselburg die Herrschaft über die Baronie Hundsgrab
aus. Auf Grund der ungestümen Zeit ist er jedoch viel im Auftrage der „Greifin“
und dem Heermeister unterwegs. Unterstützt wird er von seinen beiden
erwachsenen Kindern; der Ritterin Lydia und ihrem Bruder Parainor von
Kieselburg. Auch wenn Parainor den Ritterschlag wie seine Schwester erhalten hat
ist er doch viel mehr ein Mann des Geistes als des Schwertes – ganz im
Gegensatz zu seiner Schwester, die nicht nur den Schwerttanz meisterlich
beherrscht, sondern sich auch trefflich auf taktische Dinge versteht.
Anselm
Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl ist der Junker zu Pechackern. Der
„umtriebige“ Junker versucht auf vielen Wegen den Markt zu Pechackern
bekannt zu machen und Handelsbeziehungen zu knüpfen. Zuletzt gelang es ihm
Kontakte in die Grafschaft Wehrheim zu knüpfen. Doch auf Grund der unsäglichen
Ereignisse ist hier ein merkantiler Erfolg ausgeblieben. Darüber hinaus ist er
ein Kämpfer für die Mark und ein Mitglied des Bundes Bundes der Wacht Garafans
– der „Wahrer der Einigkeit Garafans“.
Die
Geweihten des Praios, die Luminiferi Leundare Krähenklamm von Auraleth und ihr
Bruder der Donator Lumini Leuendan Krähenklamm von Auraleth sind beide Ritter
im Orden des Bannstrahls Praios und befehligen eine Lanze Akoluthen. Diese
Gruppe versieht ihren Dienst in dem Wehrkloster auf dem Tafelberg „Argensfels“
im Herzen der Baronie unweit der Stadt Hundsgrab. Die Zwillinge entstammen aus
der Linie Hundsgrab-Bugenbühl und sind ältere Cousins des Junkers von
Pechackern.
Der
Bruder des Junkes zu Pechackern, Answin Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl ist
der Edle des Fleckens Bugenbühl, welcher schon lange in der Herrschaft der
Familie ist und an den Baron lehenspflichtig ist. Zusammen mit seiner Frau
Larissa, die aus dem Horasiat stammt und sehr hesindianisch geprägt ist, ist es
ihm gelungen ein wahrhaft idyllisches Dorf aus dem Ort zu machen. Er selbst ist
ein ebenso freigeistiger und gebildeter Mensch wie seine Frau und hat eine
Schule gegründet in der sich auch ein kleiner Schrein der Hesinde befindet.
Der
Freiherr Ceradur Boffelsen von Solfsheim ist des Vogt des gleichnamigen Ortes im
Norden der Baronie. Der Tobrier rettete die inzwischen verstorbene Gattin des
Barons aus den Klauen der Orks und erhielt als Belohnung für diese Tat das Land
um einen kleinen Hof, der von dem Bauern Solf bewohnt wurde. Er ist Nydam von
Kieselburg sehr dankbar und erfreut sich an dem neuen Land, das direkt an die
Baronie Beldenhag angrenzt.
Eine
besondere Person der Baronie ist der Druide Ancoron. Er soll in einer Hütte in
dem nordwestlich gelegenen Wald wohnen und dort seinen guten oder schlechten
Taten nachgehen. Die Bewohner des Weilers Waldwacht wissen am Meisten von ihm zu
berichten, da der Druide sich dort anscheinend häufiger aufhalten soll. Dies
ist immer davon abhängig wer gerade etwas über den mysteriösen Mann erzählt.
In dem Flecken Bugenbühl wird einem immer wieder die Geschichte erzählt, wie
der Druide durch die Verzauberung von Sträuchern und Bäumen den wehrhaften Hof
des Edlen von Bugenbühl vor den feindlichen Orks während des großen
Orkkrieges verbarg. Und noch heute ist man voll des Lobes von dem Mann der, so
erzählen einige wenige Gerüchte, der ältere Bruder Anselm Hilberans sein
soll.
Mythen und Legenden
Das
Land hält einige Orte und Geschichten bereit, die den einen oder anderen
Abenteuer und Glücksritter dazu bewegen mögen mehr über die einzelne Legende
zu erfahren.
Am
häufigsten werden von den Bewohnern der Ortschaften Geschichten zum
Namensursprung der Baronie zum Besten gegeben. Die älteste Sage berichtet von
einem Edelmann aus Gareth. Er soll sich gar ungebührlich verhalten haben und
die Tochter eines Grafen begehrt haben, obwohl sie weit über seinem Stand war.
Der Vater war darauf hin so wutentbrannt, dass er den Lehensmann dahin
entsandte, wo der Hund begraben sei – in die ferne Mark Greifenfurt, wo sich
der Landedle niederließ und die Baronie Hundsgrab begründen dufte. Den Namen
fand er wohl als Anspielung auf den gehörnten Vater sehr humorvoll.
Aus
der Priesterkaiserzeit stammen zwei Legenden, die den Namen der Baronie in einem
finsteren Licht erscheinen lassen. Der Baron Belehar Argen zu Hundsgrab soll ein
wahrer Despot gewesen sein und als grausamer Herrscher die Baronie in das Land
der Hundert Gräber verwandelt haben. Es wird erzählt, dass er aus Machtgier
und unter falschen Vorzeichen die Macht an sich riss. Zwei der Vorfahren der
heutigen Edlen, Refardeon von Kieselburg und Beowulf Hilberan, standen treu
zusammen gegen den Tyrannen und erhielten als Lohn Baronie, Edlen und später
Junkertitel. Die Treue eines Hundes beschworen sie und entschlossen sich
zusammen den, nach links blickenden, steigenden Hund als Wappentier und im
eigenen Wappen zu führen.
Eine
weitere Legende spricht von einer versunkenen Stadt im Süden der Baronie
inmitten des großen Waldgebietes. Keine Straße und kein Weg führen heute
durch den verwunschenen Wald, dessen Tiefe Honig- und Harzsucher gleichermaßen
meiden. Unter vorgehaltener Hand kann man erfahren, dass zurzeit Belehar des Düsteren
die Hauptstadt der Baronie dort gelegen haben soll. Diejenigen, die den Weg
durch den tückischen Wald fanden kehrten meist verwirrt wieder heraus und
berichteten von Geistern und anderen Schrecknissen.
Die
Letzte der Geschichten, die der Wanderer meist von einem sehr abergläubischen
Alten hören wird berichtet von einer anderen Schreckensgestalt und dessen
Bezwinger der jüngeren Vergangenheit und dem düsteren Geheimnis welches von
den Bannstrahlern auf dem Tafelberg „Argenfels“ bewacht wird. Der düstere
Magus Lepakan Kundus hatte mit seiner ebenso finsteren Buhle die Baronie mit
Schrecken und Gewalt überzogen und keiner vermochte ihn zu finden und nieder zu
ringen. Menschen verschwanden und wurden manchmal grässlich entstellt wieder
gefunden. Lange Jahre dauerte es, bis Brandon zu Pechackern, Bannstrahler und
Sohn des damaligen Junkers den Verderbten auf Argenfels zum letzten Gefecht
stellte und ihn unter Einsatz des eigenen Lebens besiegte. Seit dieser Zeit
steht neben den Unheiligtum ein Kloster des Praios und wacht über den
unheimlichen Steinkreis und die umliegenden Lande.
Ortschaften der
Baronie
Stadt Hundsgrab
Schon vom Weiten kann man den Sitz Nydams von Kieselburg
erkennen: Eine mächtige Burg mit Wehrgängen, Vorbauten und einer wohnlichen
Anlage im Zentrum. Die Burg liegt auf dem einzigen wirklich felsigen Berg am südlichen
Rand der Stadt und stellt sich dem Wanderer, der sich von Süden der Stadt nähert,
regelrecht entgegen. Dieser „Kiesel“, wie die Einwohner Hundsgrabs den länglichen,
felsigen Berg nennen, muß wohl als Namensgeber der Burg und dem ganzen
Geschlecht, derer von Kieselburg gedient haben.
Die Straße führt nun in östlicher Richtung um die Burg
herum, um schließlich, nachdem sie sich etwas empor geschlängelt hat, an dem
Stadttor im Südosten Hundsgrabs zu münden. Dieses Tor ist den Bewohnern
Hundsgrabes als das „Kieselburger Tor“ bekannt.
Die Stadtmauer umgibt die Ortschaft und schließt an den
„Kiesel“ unmittelbar an. An diesen beiden Punkten ist jeweils ein hoher Turm
errichtet, welcher dort den Übergang vom Berg zur Stadtmauer überwacht. Die
Mauer verfügt im Norden der Stadt noch über ein weiteres Tor, das „Firunstor“.
Hier verläßt die Reichslandstraße Hundsgrab wieder, um sie weiter in den
Norden der Baronie zu winden. Beide Tore sind von mächtigen Türmen zu beiden
Seiten flankiert. Auf diesen sind – in Friedenszeiten durch einen Verschlag
verdeckt und damit getarnt – Rotzen montiert. Die Tore werden stets von
jeweils einem Stadtbüttel besetzt während zwei weitere Büttel zusammen durch
die Stadt patrouillieren.
Hundsgrab ist mit fast 590 Einwohnern eine der größeren
Städte Greifenfurts. Die Stadt profitiert von der strategisch günstigen Lage
an der Reichslandstraße, welche Hundsgrab aus Greifenfurt kommend von Südwesten
durchquert und dann nordöstlich in Richtung Waldrast weiterführt.
Weit
über die Stadtgrenzen hinaus ist das Gasthaus und die Brauerei „Brielhof“
bekannt. Das hiesige schwarze, süffige Bier mit der hellen, festen Schaumkrone
zeichnet sich durch seinen rauchig-milden Geschmack aus. Das Bier – „Hundsgraber
Briel“ genannt – hat weit über die Grenzen der Baronie Bekanntheit erringen
können, eine Bekanntheit, die so Phex, Baron und Junker wollen auch bald die
Grenzen der Mark überschreiten.
Darüber
hinaus ist in der märkischen Stadt viel Handwerk und Handel angesiedelt, so
dass die meisten der gesuchten Waren und Dienstleistungen erworben werden können.
Für
das Seelenheil der Einwohner sorgen der große Schrein des Praios, der von den
Brüdern des Klosters auf dem Tafelberg „Argenfels“ betreut wird und der
Peraineschrein und Boronschrein der Stadt.
Ein Kuriosum der besonderen Art sind die der jungen Göttin
geweihten Kirschbäume in den nördlich der Stadt gelegenen Höhenzügen, nur
etwa 500 Schritt entfernt von der nach Firun führenden Straße. Legenden erzählen
von einer Geweihten, die schon vor hundert oder mehr Jahren diesen Platz
aufgesucht haben soll und in aller Ruhe einige Kirschen gegessen haben soll. Die
übrig gebliebenen Kerne haben Keime geschlagen und schon bald waren aus den Schößlingen
drei mächtige Kirschbäume gewachsen und dienten den Bewohnern Hundsgrabs seit
jeher als Allgemeingut. Eine Generation später kam wieder ein Geweihter der
jungen Göttin daher und diesmal legte er sich nicht nieder, sondern spannte
eine Hängematte zwischen zwei der drei Bäume (die inzwischen von vier weiteren
Schößlingen umgeben waren). Als er jedoch ging vergaß der Geweihte die Hängematte
und ließ sie an den Bäumen hängen. Es sollte nicht lange dauern und die Seile
der Hängematte nahmen einen grünlichen Ton an und schon im nächsten Jahr
trieben die Seile neue Triebe.
Heute ist unter dem Grün welches zwischen den beiden mächtigsten
Kirschen spannt nur noch wenig von der einstigen Hängematte zu sehen. Doch den
Bewohnern Hundgrabs ist dies ein nur zu deutliches Zeichen Tsa’s. Gerade in
den heutigen Zeiten des Aufbruchs und der guten Hoffnung wird der Kirschhain der
Tsa besonders gewürdigt.
Für
die Ruhe in der Stadt sorgen die 12 Stadtgardisten während sich die stärker
bewaffnete Burgwacht – allesamt Helmbartenträger – um die Sicherheit der
Burg und die Ausbildung und Führung der Spießbürger und der Landwehr zu kümmern
hat.
Flecken Bugenbühl
Der
Ort Bugenbühl ist seit der Zeit des Ritters Beowulf Hilberan, der das Lehen als
erbliches Edlengut von damaligen Baron Refardeon von Kieselburg erhielt in den Händen
der Familie Hilberan von Bugenbühl – der Familie, die auch das markgräfliche
Lehen Pechackern als Junker führt.
Heute
präsentiert sich der kleine Ort als wahrhaftiger Hort der Gaben Hesindes und
Peraines. Befindet sich doch ein Tempel der Göttin des Ackerbaus innerhalb der
Grenzen des Fleckens. Dieser wird von dem Hüter der Saat Hesindian Frohgemut,
zwei weiteren Meistern der Saat und einer Handvoll Diener der Ähre betreut. Zur
Zeit weilen auch zwei junge Knechte der Göttin in den Hallen des kleinen aber
schmucken Fachwerkbaus im Zentrum des Dorfes. Die Geweihten verrichten ihren
aufopferungsvollen Dienst und reisen dazu auch durch die Baronie und die
umliegenden Gemarkungen.
Hervorzuheben
ist die Einrichtung einer Dorfschule unweit des Perainetempels. Dieses steinerne
Gebäude wurde erst vor einigen Jahren aufgrund des Wirkens der Edlen Larrissa
Formatella von Bugenbühl gegründet. Die Frau des
Edeln Answin Hilberan von Bugenbühl, der ebenso wie sie den Künsten Hesindes,
den Studien und den hohen Lehren zugewandt ist, sah es als ihre vornehmste
Aufgabe an den „verrohten“ Märkern eine Schule zukommen zu lassen. In
diesem Gebäude ist es dem Edlen und Consortis der Allwissenden eine Ehre einen
Schrein zu Ehren der Mutter der Weisheit zu stiften. Dieser geweihte Schrein
wird von dem Edlenpaar persönlich gepflegt und umsorgt.
Die
Schule wird häufig von Reisenden aufgesucht und beherbergt auch Schüler aus
entfernteren Orten. Von den Eltern wird nur erwartet, dass sie für die Ernährung
der Schüler aufkommen und dass sie sich loyal zu den Stiftern und der Mark
Greifenfurt verhalten. Lehrende sind die Geweihten des Perainetempels, die Edlen
selbst und der Magister Magnus Jacobus Banus al Ferritin.
Magister
Banus als Ferritin stammt aus Aranien und ist nach der Eroberung Elburums durch
die schwarzen Paktierer geflohen. Hier, im Lichthag stellt er eine
Ausnahmeerscheinung dar. Nach seiner Flucht führte ihn sein Weg über das
Horasiat, wo er den Edlen Answin Hilberan von Bugenbühl kennen und schätzen
lernte. Er nahm dessen und seiner Frau Bitte an und folgte ihnen in das vom
Praioskult beherrschte Greifenfurt. Dem Misstrauen begegnete der freundliche
Mitfünfiziger mit Freundlichkeit und Offenheit. Mit der Zeit erwarb er sich das
Vertrauen der Einwohner und einen Platz an der Schule an der er den Schülern
viel zu häufig von seinen Abenteuern berichtet als ihnen das Lesen und
Schreiben beizubringen. Die Dorfgardisten sorgen sich derweil um die Sicherheit
und Ruhe des Ortes. Doch viel zu tun haben sie zur Zeit – Praios sei Dank –
nicht.
Abschließend
sein dem Reisenden noch das Gasthaus „Therengars Heim“ anempfohlen. Hier
kann er nicht nur eine gute Nacht verbringen, sondern auch frischen Met und den
hochprozentigen Honigschnaps „Therengarblut“ genießen. Beides wird hier vor
Ort hergestellt und über die Märkte Hundsgrab, Pechackern und Eslamsbrück
verkauft.
Dorf Solfsheim
Das,
im Firun, an der großen, nach Waldrast führenden Straße gelegene Dorf ist die
letzte Siedlung Hundsgrabs bevor ein Wanderer in die nächste Baronie –
Beldenhag – gelangt. Seit dem tobrischen Exodus leben an diesem Orte unter dem
Freiherrn Ceradur Boffelsen Märker tobrischer Herkunft. Der neue Freiherr bekam
das Lehen vom Baron zu Hundsgrab aufgrund seiner Taten, die zur Rettung der Frau
Baronin aus den Klauen der Orks im Tsa 1023 BF führten und baute auf dessen
Befehl den Ort aus und errichtete einen „Tobrischen Turm“ zur Wacht an der
Grenze. Der ehemalige allein stehende Gutshof des Freibauern Solf – der
Namensstifter des Ortes – ist heute eine Wegherberge mit dem Namen „Solf’s
Heim“.
Waldwacht
Als
letzte, größere Siedlung sei der Ort Waldwacht erwähnt. Diese, etwa 50 Seelen
zählende Gemeinde liegt an dem Waldweg, der in die Baronie Schnaytach und Gut
Pilzhain führt. Hier gibt es ein kleines Zollhaus, das von zwei Bütteln und
einem Schulzen bewohnt wird, welche die Reisenden kontrollieren und die Abgaben
kassieren. Zudem gibt es mit dem Waldgasthaus einen wehrhaften Hof, der für
seinen formidablen Met bekannt ist. Der
Wirt Refardeon weiß was er seinen Kunden und Jägern schuldig ist und er weiß
auch, wie er die Gärung des Mets an dem Baron vorbei schmuggelt und so eine
ordentliche Münze nebenbei macht.
Im übrigen ist der Druide Ancoron ein recht häufig und
gern gesehener Gast an diesem Ort. Dies hat auch dazu geführt, dass Menschen
aller Herkunft und auch manche mit zweifelhaften Leumund diesen Ort aufsuchen,
um sich von dem Druiden, der bei hilfsbedürftigen Menschen keinen Unterschied
macht, versorgen zu lassen.
Gerbald‘s Hof
ist
eine kleine Siedlung in dem nord-östlichen Waldgebiet der Baronie. Außer einem
Grobschmied und den Behausungen einiger Jäger, Fallensteller und
Baumharz-Sucher bietet die Siedlung nichts erwähnenswertes. Der Freibauer
Gerbald sieht nach den Abgaben für den Baron.
Lethe’s Ruh
Dieser
Ort wäre eigentlich gar nicht erwähnenswert, läge er nicht an der südlichsten
Ecke der Baronie bevor die Straße diese verläßt. Die Straße führt hier
direkt an den Fluß Lethe heran, sodass die Einwohner hier neben dem Fischfang
auch von den Reisenden profitieren können. Diese ziehen jedoch zumeist in das
nicht weit entfernte, größere Pechackern. Bekannt ist der Ort auch wegen der
Fischräucherrei des Schulzen Haimund Lettringer, der es vorzüglich versteht
geräucherte Fische zu hohen Preisen an die Reisenden oder auf dem Markt zu
Pechackern zu verkaufen.
Markgräflich
Pechackern
Der
Flecken Pechackern wurde um 850 v.Hal das erste Mal urkundlich erwähnt. Aus
dieser Zeit muss auch die Vergabe der Marktrechte für den Pechhandel in der
Mark-Greifenfurt zurück gehen. Der Ursprung des Handels geht auf eine
Angewohnheit der Einwohner zurück, sich an dem Ort auf den Äckern zu treffen
und das Pech zu sieden und zu handeln – Pechackern ward‘ gegründet.
Wegen
der günstigen Lage an der Reichslandstraße und dem Fluß Lethe, der an dieser
Stelle ruhig fließt aber dennoch tief genug ist, wurde hier schon immer dem
Handel mit der klebrigen, schwarzen Masse gefrönt. Der kleine Hügel inmitten
der Felder wurde mit der Zeit immer höher aufgeschüttet und schließlich zum
Bauplatz für die Burg „Orkenbann“ – die heutige Burg Pechackern und
Wohnstatt des Junkers Anselm Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl.
Der
Markt, auf dem auch alle anderen erdenklichen Waren gehandelt werden, findet
einmal in jedem Mond von Phex bis Travia statt. Die Äcker sind inzwischen
festen Wiesen gewichen, die auch einer Hunderennbahn Platz bieten. Reisende
finden gerade zu den Marktzeiten viele Dinge für den täglichen, wie auch
seltenen Bedarf aber auch während der anderen Tagen können die Händler,
Handwerker und das Kontor und Pfandhaus Kohlenbrander fast jeden Wunsch erfüllen.
Um
die Wiesen herum hat sich eine lose Ansammlung von Häusern, Hütten und einigen
Baracken gebildet. Nur im westlichen Teil, wo der sich der Hügel mit der Burg
befindet hat sich eine kleine, geschlossene Siedlung mit den Häusern der
besseren Bürger und Handwerker gebildet, wo sich auch in der Schmiede des
Harnischmachers der Schrein des Ingerimm befindet. Die zwei besseren Gasthäuser
des Ortes, „Zum tanzenden Hund“ und „Zur trunkenen Biene“ finden sich
ebenso innerhalb der Palisade. Dieser Bezirk ist durch einen Palisadenwall von
den übrigen Gebäuden getrennt und nur durch ein Tor zu betreten. Zwei hölzerne
Tortürme und zwei steinerne Ecktürme bewachen die Siedlung. Dabei grenzen die
Wälle direkt unterhalb der Burg an den Burghügel und schließen den Ortsteil
ab.
Zur Burg gelangt man schließlich
über einen gewundenen Pfad dessen letzten Ende vor der Mauer durch einen Graben
unterbrochen wird und mit einer Zugbrücke überspannt wird. Erst dann gelangt
man durch das wuchtige Torhaus, welches auf breiter Front mit Zinnen bewährt
ist und ein direktes Schußfeld auf den Weg und die Fläche darunter bietet, auf
den unteren Vorhof der Burg. Wendet man sich dort schräg nach links um, kann
man durch eine schmale Tür in das Innere der Burg gelangen.
Innerhalb
der Burg befindet sich der Schrein der Rondra. Am Ostende des Vorhofs wird ein
neues Gebäude gebaut, welches dereinst den Schrein Praios zu Ehren des heiligen
Greifens Garafans enthalten soll.
Am
westlichen Ende des Fleckens befindet sich der kleine „Hafen“ des Ortes.
Zwei Schuppen, ein Steg und ein Zollhaus befinden sich hier. Der Hafen wird
leidlich genutzt, ist es doch leichter die Waren über die, für Greifenfurter
Verhältnisse, gut ausgebaute Straße zu transportieren.
Burg,
Flecken und Markt Pechackern verfügen aufgrund der Lage und der
wirtschaftlichen Stärke über eine starke Garnisson. Während die Gardisten des
Marktes sich um den Frieden während der Marktzeiten und auch an den normalen
Tagen kümmern halten auf der Burg eine Lanze Pikeniere Wacht. Außerdem
befindet sich eine halbe Lanze leichter Reiterei auf der Burg auf, um schnell nötigen
Entsatz zu senden.
CK
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