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Korbronn wieder
entdeckt
Frohe und göttergefällige Kunde erreicht uns dieser Tage
aus dem fernen Greifenfurt. Das alte, verschollene Heiligtum von Korbronn, ein
Brunnen aus welchem dem Herrn Kor gefälliges rotes Wasser sprudelt wurde wieder
gefunden! Der märkische Reichsforst überwucherte die Ruinen des kleinen Ortes
Korbronn mitsamt dem Heiligtum und das Wissen um den alten Brunnen schwand.
Wie die Legende uns berichtet wurde an jenem Ort vor
Urzeiten eine blutige Schlacht geschlagen und wenn der Ork die Mark Greifenfurt
bedroht sollte blutig rotes Wasser aus der Quelle sprudeln.
Etliche greifenfurter Edle, darunter Rondrigo von
Ahrenstedt samt Schwester, der Edle Cordovan vom Greifener Land, Ritter Wolfward
von Schroffenstein mit seinem Knappen und sogar ein junger Edelmann aus dem
fernen Nebachot machten sich auf die Suche nach dem alten Ort und fanden ihn
schließlich im Süden der Baronie Kressenburg nahe der Grenze der Mark.
Unseren Berichten zufolge brachen die Edelleute aufgrund
einer Prophezeiung der Perainepriesterin Alaria Ährenstein auf, die seinerzeit
zu Rashia’Hal den ehrenwerten Baron von Orkenwall bis an die Schwelle zu
Borons Reich begleitete.
Im Reichsforst jemand sie einer Art Prüfung
unterzogen hätte und schließlich ihnen einen Eid samt Pflichten auferlegt
hatte.
Die Edlen taten sich zu einer neuen Ritterschaft zusammen,
deren Ziel die Wahrung und Verbreitung der alten Rittertugenden in der Mark sei.
(Knappenausbildung, Fehdewesen, Götterurteile, Brüderlichkeit unter den
Rittern, ...) Ihre Loyalität gilt fest der Mark und der Familie der Greifin.
Hauptquartier dieser ritterlichen Bruderschaft zu Krobronn
soll offenbar das neu ausgebaute Breitenhof in Greifenhorst werden.
Gerüchte munkeln, die Edlen hätten einen Geist gesehen, möglicherweise
sogar den Geist des toten Barons von Orkenwall. Andere Stimmen tun dies jedoch
als törichtes Geschwätz ab und vermuten, dass die Adeligen Opfer einer Sinnestäuschung,
oder sogar eines Koboldspiels wurden. Es bleibt jedoch ein fader Beigeschmack,
denn die Visionen der Geweihten Ährenstein künden von düsteren Zeiten für
die Mark und ihre Bewohner, so man diesen Prophezeiungen glauben schenken will.
Weiterhin unklar bleibt die Beteiligung eines Bannstrahlers
namens Nasar, der sich bereits bei der Schlacht um Peraines Nadel hervor tat,
dort aber im heroischen Gefecht sein Augenlicht verlor. Bürger aus Greifenfurt
berichten, dass die Suchenden bei jenem Herrn Nasar im Praiostempel um Rat
ersucht und gleichzeitig alte Karten aus dem Archiv der Stadt kopiert haben.
Offensichtlich erhielten die Edelleute von keinem
Geringeren Unterstützung als Wächter Galacher ben Drou, dem obersten Anführer
des Ordens vom Heiligen Zorn in Greifenfurt, da wohl auch Ordensmitglieder von
Träumen über den Brunnen und eigenartige Ereignisse berichteten.
Es bleibt nun abzuwarten in welcher Form diese neue
Gemeinschaft von der Mark und der Gräfin treu ergebenen Rittern die politische
und vielleicht auch religiöse Landschaft der Provinz Greifenfurt prägen wird.
Auch auf die Reaktion des markgräflichen Hauses darf man gespannt sein.
TB
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