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Die
Baronie und ihre Orte
Wälder:
Wie so viele Wälder Greifenfurts sind auch
die Dunkelsfarner Wälder dicht, dunkel und von Schauergeschichten umrankt. Dies
trifft am meisten auf den Nebelbroich zu, der von der Bevölkerung trotz seiner
relativ zentralen Lage gemieden wird. "Der Farn" hingegen, ein
Laubwald, der der Baronie den Namen gab, erscheint da schon freundlicher und
wurde bis heute in großem Umfang zur Gewinnung von Holz für den Hausbau und
zur Verfeuerung genutzt. Der Finstertann ist, außer an seinen Randbereichen und
entlang der Wege, kaum "erforscht". Der Dornwald schließlich besteht
im Osten aus fast undurchdringlichem Untergehölz aus Dornengestrüpp, so dass
er ebenfalls kaum zur Holzgewinnung genutzt werden kann.
Die Moore:
Südermoor, Altmoor und Darpenmoor sind
nichts weiter als Überschwemmungsgebiete in flachen Uferbereichen der Flüsse
und kaum von wirtschaftlicher Bedeutung. Dafür ranken sich hier eine Vielzahl
von Sagen um die großen Feuchtgebiete. Gerade das Altmoor, das firunwärts
direkt an den Nebelbroich grenzt, ist ein verrufener Ort, in welchen weder
Torfstecher noch Wegelagerer freiwillig gehen. Dicht an diesem Moor liegt auch
das längst verlassene Dörfchen Totenweiler. Der Legende nach ließ Baron
Fredogar von Rabenmund- Dunkelsfarn, jener Baron, welcher das Lehen vor der
Familie des heutigen Barons besaß, die gesamte Bevölkerung des Dorfes hängen
und ihre Häuser abbrennen, als diese während der Hungerjahre gegen den Baron
opponierten. Seitdem, so sagen die Leute, ist es inmitten der Ruinen nicht
geheuer und manch einer, der sich in der Nähe des Geisterweilers im Sumpf
verirrte, kehrte ohne klaren Verstand aus dem Moor zurück. Auch die Tiere
scheinen den kleinen Flecken zu meiden und selbst Vögel, so sagen die Leute,
weichen von ihrer Bahn ab und umfliegen Moor und Sumpfgebiet.
Straßen und Wege:
Da Fredo die Bedeutung der Reichsstraße
und des Dergelstiegs für den Handel sehr bewußt ist, hat er großen Wert
darauf gelegt, dass keine Steine von Siedlern und Flüchtlingen herausgebrochen
wurden, was Dank einer Proklamation, in der für diesen Fall schwere Strafen
angedroht werden,
auch kaum geschah. Der größte Teil des Dergelstieges jedoch ist, besonders
dort wo Hügel überquert werden, von schlechter Qualität.
Eine weitere Nord- Süd Route, der Alte
Treidelpfad, ist, wenn überhaupt, nur noch von Zollwacht bis Dunkelhafen
gefahrlos benutzbar, wobei besonders der Teil, der durch das Darpenmoor auf
einem Damm verläuft, dem endgültigen Verfall entgegensieht. Die wenigen
Schiffer, die ihre Kähne noch bis Dergelstein fahren möchten, staken entweder
durch diesen Abschnitt des Weges oder benutzen die Treidelpfade auf der
darpatischen Seite.
In regelmäßigem Gebrauch und mühselig
gepflegt ist der Farnweg, der irritierenderweise nicht durch den Farn, sondern
durch den Finstertann führt. Auf diesem Wege werden Waren aus Köllern,
Finstertann und Dunkelsfarn hin und her transportiert.
Der Talweg bildet die zentrale West- Ost
Achse, wobei es recht häufig vorkommt, dass er auch von Reisenden benutzt wird,
die aus Finstertann und Nebeltal nach Süden wollen, da sie die Nähe des
Nebelwaldes fürchten, der längs der Route, die südlich vom Talweg abzweigt,
verläuft.
Der Neuweg ist in gutem Zustand, da er erst
kürzlich angelegt wurde, um das Darpenmoor zu umgehen.
Die Verbindungswege zwischen Dreihöfen,
Adersingen, Tsaweiler und dem Landgut Gasten sind ehemalige Wildpfade und von Köhlern
ausgebaut worden. Seit der Besiedlung Tsaweilers erfreuen sie sich stärkerer
Nutzung.
Allgemein kann man sagen, dass nur die
Reichsstraße und der Dergelstieg befestigt sind, sowie der Weg von Dorf zu Burg
Grafenstein. Als gut begehbar können gelten: Farnweg, Talweg und Neuweg. Der
Weg am Nebelwald, die Strecke von Finstertann nach Westen und die Routen durch
und in den Farnwald sind mit nur wenig Mühe passierbar. Der Alte Treidelpfad
schließlich kann zwar von Zugtieren begangen werden, birgt aber, besonders im
Darpenmoor und erst recht nach Regenfällen, durch seinen matschigen Untergrund,
mancherlei Gefahr. Der Treidelpfad zwischen Dunkelhafen und der Nordgrenze kann
nur unter günstigsten Witterungsbedingungen noch von Gerüsteten und häufig
auch gar nicht mehr benutzt werden.
Die Vegetation, die Handelsgüter, die
Tierwelt, Speis und Trank, Sport und Spiel entsprechen in allen Punkten der
Schilderung in der "Mittelreichbox". Auch besondere Festtage gibt es
keine, mit Ausnahme des Weilers Tsaweiler, in dem zukünftig zur Mahnung und
Erinnerung der Tag der Heimkehr (1. Travia) als Trauertag mit einer Versammlung,
in der Geschichten aus der Vergangenheit in Tobrien erzählt werden, begangen
wird, welche allerdings aufgrund eines Verbotes durch den Baron nur heimlich
gefeiert wird.
Die Siedlungen:
Burg Grafenstein (Ein Grundrißplan
der Burganlage ist z. Zt. in Vorbereitung)
Bewohner: zusammen 44. Hier wohnen und
arbeiten der Baron, einige seiner Kinder und deren Nachkommen, 1 Majordomus, 1
Sekretär, 2 Leibdiener und 2 Leibdienerinnen, 1 Köchin und 4 Küchenmägde, 1
Stallmeister, 8 Knechte und 8 Mägde, 1 Hauptmann (Konnetabel), der auch den 10
Bütteln in der ganzen Baronie vorsteht, 1 Weibel, 2 Korporale sowie 8
Burgwachen.
In den Ställen der Burg finden sich 12
Warunker, zwei Elenviner, ein Trallopper Riese (Fredos Rappe) und eine kleine
Kutsche.
Die Burg ist von mittlerer Größe (8000
Rechtschritt). Sie liegt teils auf Fels, teils auf einem planierten Hügel und
ist, wo nicht der Fels schroff zu Tale fällt, von einer 5 Schritt hohen und 2
Schritt breiten Wehrmauer aus Schüttwerk umgeben, welche von einem Schanzkleid
gekrönt wird. Das einzige Tor ist 6 Schritt breit und wird von einem Torhaus überragt.
Darunter befinden sich ein äußeres und ein inneres Fallgitter sowie eine
gewaltige 8 mal 6 Schritt große Zugbrücke, die einen natürlichen Graben von
annähernd 7 Schritt Breite und 4 Schritt Tiefe überragt. Die Tiefe der
Toranlage beträgt 5 Schritt.
Der Grundriß der Burg entspricht einem
Rechteck (Tiefe größer als Breite), an dessen Eckpunkten 4 eckige Türme von
je 8 Schritt Höhe stehen, von denen einer nach dem Orkenbeschuß noch nicht
wiederhergestellt wurde.
Ist man durch die Toranlage auf den geräumigen
Innenhof mit dem großen Zugbrunnen und dem Backhaus im Zentrum gelangt, sieht
man vor sich auf der anderen Seite den Palas, der in der Mitte der Vorderfront
einen runden Bergfried von 9 Schritt Höhe sein eigen nennt, welcher die Gemächer
der wichtigsten Hofdiener beherbergt. Im Obergeschoß des Palas selbst liegen
die Wohn- und Schlafräume der Familie Adersin, im Untergeschoß befindet sich
der große, aber zugige Rittersaal.
Zur linken liegt das Gesindehaus, in dem
auch die Küche untergebracht ist. Direkt links und rechts neben ihm befinden
sich die Stallungen. Zur Rechten sieht man ein Gebäude, in dem im Erdgeschoß
Werkstätten und Arbeitsstuben liegen, im Obergeschoß aber die Gäste
untergebracht sind. Alle drei Gebäude haben je eine auslegbare "Brücke",
über die man auf die Wehrmauer gelangen kann.
Insgesamt gesehen macht Burg Dunkelsfarn
einen durchaus einladenden Eindruck, besonders im Spätherbst, wenn das Laub wie
Feuer an den Bäumen hängt und die Fachwerkfassade hoch über dem Tal des
Kautzenbach thront. Bei Nebel oder dem häufigen feinen Nieselregen hingegen
strahlt die Burg eine kalte, dunkelgraue Wehrhaftigkeit aus. Schnörkel und
Verzierungen wird man hier vergebens suchen. Alles macht den Eindruck von Zweckmäßigkeit
und Organisation. Platz für kunstsinnige Leute findet sich allenfalls in der
'Bibliothek', dem Arbeitszimmer des Barons, und auch hier sind es lediglich die
ledergebundenen Folianten, welche das Auge des Besuchers erfreuen und, wie zu
erwarten, nicht durch Fredo angeschafft wurden.
Der Weg zur Burg ist gut befestigt und im
Gegensatz zu den Hängen des Hügels recht flach.
Dorf Dunkelsfarn und Anlegestelle
Dunkelhafen
(Ein Plan und eine Gebäudeliste des Dorfes
sind bereits in Arbeit)
Einwohner: fast 400
Tempel: Peraine, Firun, Traviaschrein,
Tsaschrein, Praiosschrein
Das Dorf selbst ist mit einer Palisade
umgeben gewesen, über die die Grenze des Dorfes aber schon vor einiger Zeit
hinausgewachsen ist. In kleinem Stil findet man hier fast alles, was man zum
Leben braucht, aber zu teilweise recht hohen Preisen. 16 kleine und 4 mittlere Höfe,
1 großer Hof, 1 Gutshof und 8 Waldbauernhöfe prägen ansonsten einen Stil von
ländlicher Gemütlichkeit. Dass viele der ansässigen Bauern sich von dem
Schock und den Plünderungen und Greueltaten der Orkinvasion, die hier besonders
stark waren, noch nicht erholt haben, bemerkt man erst nach längerem Verweilen
zum Beispiel in den 3 wiederaufgebauten Herbergen, die den Orks als Lager
dienten. Die Dörfler selbst sind, wie die Greifenfurter überhaupt, eigenen
Problemen gegenüber verschlossen und eigenbrötlerisch, dieweil sie es sich
nicht nehmen lassen, dem Fremden direkt und durchaus auf eine rauhe Art
freundlich zu begegnen.
Grenzstation Steinwacht
Einwohner: 48
In Steinwacht leben 6 Hirtenfamilien, derer
zwei im Bedarfsfalle als Büttel Dienst tun.
Köllern
Einwohner: 16
Tempel: Firunschrein
In dieser Ansiedlung gibt es 2 Hirtenstelen
und 2 Waldbauernhöfe sowie einen kleinen Waldgasthof, den 'Alten Baum'. Außerdem
ist Köllern ein Handelsplatz und Ausgangsbasis für Köhler und Jäger, so dass
hier gelegentlich bis zu 75 Leute leben. Dementsprechend bietet der schmucke
Gasthof auf dem Dachboden und über den Ställen und Vorratsräumen reichlich
Platz. Letztlich erfüllt der als einziges Gebäudes des Dorfes aus Bruchsteinen
errichtete Bau die Aufgaben, die andernorts einem Wehrtempel zufallen. Dass es
sich bei dem Gebäude, wie man manchmal munkeln hört, tatsächlich um einen
ehemaligen Tempel der Travia handelt, ist aber wohl den Sagen und Legenden
zuzuordnen.
Vogtei und Dorf Winterweiler
Einwohner: 298
Tempel: Peraine, Phexschrein
Winterweiler ist von einer Holzpalisade
umgeben und besteht aus einem Gutshof, 9 Waldbauernhöfen, 4 Hirtenstelen, 12
kleinen und 2 mittleren Höfen und einem großen Bauernhof, dem Vogtssitz. 2
Gasthäuser dienen vor allem riesigen Holz- und Pelzhändlern als Unterkunft,
wobei der Vogt durchaus von seinem Recht gebrauch macht, die Waren zu
kontrollieren und gegebenenfalls nachträglich Jagderlaubnisse (für blanke Münze)
auszustellen. Sollte der Vater des Vogtes jemals hinter dieses fragwürdige Tun
kommen, so wird sich der Vogt wohl sehr bald an dem Ort wiederfinden, den der
Alte für Wilderer bereitstellen würde, am Strang.
Der Name ist durchaus Konzept: Winterweiler ist der höchstgelegene Ort der
Baronie und Gradmesser für die Ankunft und den Abzug des Winters.
Dorf Nebeltal
Einwohner: 183
Tempel: Peraineschrein (Wehrtempel)
Nebeltal macht seinem Namen alle Ehre. Dafür
sind die Weiden der Umgebung außer im Winter auch stets frisch und grün. 9
Hirtenfamilien, 4 Waldbauern, 1 großer Bauernhof, 1 mittlerer und 13 kleine Höfe
bilden eine fast kreisförmige Siedlung, in dessen Zentrum der Wehrtempel mit
dem Schrein liegt, direkt neben einer kleinen, freundlichen Herberge (der
'Nebelgrund').
Vogtei und Dorf Heidegrund
Einwohner: 143
Tempel: Travia
Wer von Reichsweg kommend die Höhen des
Dergelstieges überquert hat, macht gerne Rast in Heidegrund. Das von einer
Palisade umgebene Dorf besteht aus 14 kleinen und 3 mittleren Höfen, einem großen
Hof und 5 Hirtenstelen. 3 Gasthöfe und eine Huf- und Grobschmiede vermitteln
dem Reisenden den Eindruck von Zivilisation.
Dorf Finstertann
Einwohner: 83
Tempel: Ingerimm-Wehrtempel
Es mag irritieren, hier, mitten im
finstersten Waldgebiet Dunkelsfarns, auf einen Tempel des Schmiedegottes zu stoßen.
Dies zumal, da der Tempel ganz aus dem Holz der Schwarztanne gemacht ist und in
Stil und Schnitzwerk eher einen Firuntempel vermuten lassen würde. Doch gerade
die Verwendung dieses, dem Schmiedegott heiligen Holzes und die hohe
Kunstfertigkeit, mit der Ingerimmgefällige Motive über die gesamte innere Fläche
des Tempels verteilt eingegraben wurden, haben seinen Ruf als schönster Tempel
des bärtigen Gottes in ganz Greifenfurt, wenn nicht gar im Mittelreich begründet.
So jedenfalls sagen die Einwohner des kleinen Weilers. Und tatsächlich kommen
übers Jahr eine gute Anzahl Pilgergruppen nicht zuletzt auch zwergischer
Herkunft nach Finstertann, um die Wunder diesen Ortes zu beschauen.
Der Tempel selber steht auf einer Freifläche,
die von unbehauenen Felsblöcken vollständig umgeben ist. Eine hölzerne Treppe
führt beidseitig über die natürlich wirkende Mauer. Der Sage nach traf ein
armer Waldbauer an dieser Stelle auf ein Wesen, welches wie eine gepanzerte Made
aussah und ihn und seine Familie bedrohte. Die Axt, die der Bauer in seiner
Verzweiflung gegen das Wesen schleuderte, zerbrach am harten Panzer der Kreatur
und zersetzte sich in den Ausdünstungen des Wesens. Der Stiel der Axt jedoch,
den der Bauer, Ingerimm um Vergebung bittend, seinerzeit aus dem Ast einer
Schwarzeiche gefertigt hatte, durchdrang das unheilige Wesen wie eine Klinge und
ließ sie vergehen.
Aus Dankbarkeit begann der Bauer, dem Herre
Ingerimm einen Schrein aufzurichten, dem nach und nach alle kommenden
Generationen zu seiner jetzigen Pracht verhalfen. Lediglich die Steine, so sagen
die alten Bauern, habe kein Mensch dorthin bewegt. Vielmehr habe der Herre
Ingerimm, als er der Schreinweihe beiwohnte, ob der Heiligkeit diesen Ortes,
seine Krone vom Haupt genommen und um sein Heiligtum gelegt.
In der Mitte des Schreines, auf das köstlichste
mit zwergischen Goldschmiedearbeiten verziert, ruht auf einem schwarzen Samtbett
ein altersdunkler, wohl uralter Holzstab, Beweis der Sage und Heiligtum des
Tempels.
Dorf Grafenstein
Einwohner: 77
Tempel: Praiosschrein
Die kleine Siedlung unterhalb der Burg
besteht in der Hauptsache aus kleinen Bauerngehöften, welche die Burg und deren
Insassen versorgen. Teil der Domäne der Dunkelsfarner, spüren die hier
lebenden Untertanen die rasch aufbrausende Art des Barons wohl am heftigsten.
Andererseits gibt es kaum ein ertragreicheres Land in der gesamten Baronie, so
dass, wer sich einmal hier festgesetzt hat, die Launen des Barons mit typisch
Greifenfurter Langmut erträgt und ansonsten seiner eigenen Wege geht.
Zoll- und Fährstation Talbach
Einwohner: 18
2 kleine Höfe und eine Anlegestation
bilden die Zoll- und Fährstation. Der Fährmann und sein Sohn sind auch
gleichzeitig die Büttel. Sie stehen von Sonnenauf- bis Untergang bereit,
Reisende für 1 S pro Bein ans andere Ufer des Dergel oder Darpat (je nach der
Flussseite, von der man kommt) zu bringen.
Weiler Dreihöfen
Einwohner: 48
Tempel: -
In Dreihöfen stehen noch immer genau drei
mittelgroße Bauernhöfe, in denen auch Unterkunft gewährt wird.
Jagdgut Adersingen
Bewohner: 25
Tempel: -
Dieser heute den Adersins als Jagdgut
dienende kleine Gutshof bildet das Zentrum der Domäne des Barons. Der
Gutsverwalter ist gleichzeitig auch der Jagdmeister. Zwei Wehrheimer Doggen
dienen sowohl als Jagd- als auch als Wachhunde. Wer hier für die Nacht ein Dach
über dem Kopf sucht, wird nur in ganz besonderen Fällen Gehör finden und im
Stall schlafen dürfen. Tagsüber wird der Reisende unmißverständlich
aufgefordert werden, schnellstens "Land zu gewinnen".
Weiler Tsaweiler (ehemals Tobringen)
Einwohner: 56
Tempel: Boronschrein, Tsawehrtempel (in
Bau)
In Tsaweiler leben ausschließlich
ehemalige tobrische Flüchtlinge, von denen nur wenige noch mit ihrer
Verwandtschaft zusammenleben. Vielmehr haben sich auf den 7 kleinen Höfen des
Ortes Zweckgemeinschaften gebildet, die das Überleben sichern sollen. Zwar hat
der Baron im Zuge der Eingliederung der Tobrier als Greifenfurter die
Umbenennung des Ortes beschlossen, für die Einwohner des Ortes aber bleibt der
alte Name durchaus bestehen. Dieser wird von den Bewohnern, sollte man sich
einmal mit ihnen über ihre Zukunft unterhalten, eher wie “Tod bringen”
ausgesprochen, denn der größte Teil der Tobrier träumt noch immer- und seit
der 3. Dämonenschlacht verstärkt- von der Rückeroberung der Heimat.
Landgut Gasten
Bewohner: 32
Tempel: -
Der ehemalige große Gutshof wird
heutzutage nur noch zum Teil bewirtschaftet. Viel einträglicher hat sich das
Geschäft der Zimmervermietung entwickelt, zumal man über ausgedehnte
Stallungen verfügt und das Gut passgerecht an der Reichsstrasse in
Tagesrittentfernung nach Reichsweg befindet. Gut 20 Zimmer und eine
hervorragende Küche lassen sowohl den Reisenden, der es zum nächsten Ort nicht
mehr geschafft hat, als auch den Kenner (zuletzt häufig militärische Boten und
Glücksritter) sein Halten nicht bereuen.
Grenzstation und Zollwacht Krötenbrunn
Einwohner: 237
Tempel: Perainewehrtempel (ein
Rondraschrein ist geplant)
Krötenbrunn, eine ehemalige kleine
Zollstation mit einigen Höfen und einem Wehrtempel der Peraine, hat sich seit
seinem Ausbau zu einer kleinen Grenzfestung sehr verändert. Heute stehen hier
12 Waldbauernhöfe, 1 großer, 1 mittlerer und 11 kleine Höfe. Im Mittelpunkt
des Lebens in Krötenbrunn steht jedoch zweifellos die neue Grenzfestung zum
Schutze der Reichsstraße in Richtung Westen, in welche man die Befestigungen
des Perainetempels integriert hat. Sie besteht aus einem zinnenbewehrten
Bollwerk von 3 Schritt Tiefe bei 6 Schritt Höhe und ist aus Schüttwerk. Die
Vorderfront liegt auf einer Länge von 15 Schritt direkt am Ufer des Dergel, und
in ihrer Mitte befindet sich ein 5 Schritt breites Tor, flankiert von 2 kleinen
hervorstehenden Türmchen. Das Tor ist 6 Schritt tief und kann durch 2
Fallgitter und zwei schwere Torflügel gesperrt werden. Der Boden besteht aus 3
jeweils 2 Schritt langen Steinplatten, die drehbar gelagert und normalerweise
arretiert sind. Darunter befindet sich ein 2 Schritt tiefer gemauerter Graben.
Aus der Decke des Torbogens kann allerlei tückische Flüssigkeit geschüttet
werden, und außerdem gibt es für den ganz großen Notfall noch die Möglichkeit,
einen Teil des Torbogens zum Einsturz zu bringen, um so den Weg vor dem Tor,
also am Ende der Brücke, zu blockieren. Das gesamte Bauwerk erinnert von der Brücke
her gesehen stark an den Eingang einer Burgfestung.
Zu Friedenszeiten tun hier tagsüber vier Büttel
und des Nachts zwei weitere Dienst, wobei das Tor im Normalfall stets geöffnet
ist. Gleich hinter der Befestigungsanlage befinden sich ein Mietsstall und eine
Herberge sowie ein kleines Etablissement, in dem man sich bei Glücksspiel,
Speis, Trank und "guter Unterhaltung" aufs trefflichste amüsieren
kann, sofern man den Eintritt von einem Dukaten, für den es ansonsten gar
nichts gibt, zu zahlen in der Lage ist.
Solange noch nicht klar ist, wie sich der
Ort entwickeln wird, ist der Bau einer Palisade, die den Ort in einem
Dreiviertelkreis von Mauerende zu Mauerende umgeben soll, zurückgestellt.
Außerhalb der größeren Ansiedlungen
leben noch weitere 112 Dunkelsfarner auf 5 kleinen und 5 Waldbauernhöfen sowie
einem mittleren Hof und zwei Hirtenstelen, so dass die gesamte Baronie ca. 2000
Einwohner hat.
DD und VW
Altenau Dunkelsfarn
Baronie Eslamsroden Reichsstadt
Eslamsroden Reichsweg
Was niemand weiß ist,
dass inmitten des Sumpfgebietes, zwischen Nebelbroich und Altmoor ein
abgeschiedenes Tal befindet, in dessen Zentrum sich zwei Kraftlinien
kreuzen. Hier hat zur Zeit der Hungerjahre eine Hexe einen Menhir
aufgestellt und mittels eines Rituals zu einem Artefakt gewandelt, welches,
gespeist von der Macht der Kraftlinien, einen immerwährenden eigene Ängste
quälen dich über die gesamte Lichtung wirft. Dieser Zauber wirkt wie eine
Blase, die die Lichtung schützen soll, auf der die Hexe zahlreiche uralte
Kräuter und Pflanzen (teils in ihren Urformen mit entsprechend großer
Heil- und Giftwirkung) anbaute. Wer sich der 'Wand' dieser Blase nähert,
dessen Ängste (sozusagen in Form von Halluzinationen, die der dort beständig
aufwirbelnde Nebel nur noch verstärkt) werden immer größer, bis er
endlich die 'Wand' durchbricht, was zu einem schlagartigen Verschwinden
dieser Gefühle führt.
Und drei mal darf der
geneigte Leser raten, was die Strafe sein könnte. Strafen in Dunkelsfarn
sind immer drastisch, immer mit Körperstrafen verbunden und Fredo schreckt
dabei auch nicht vor Mitgliedern der eigenen Familie zurück, wovon einer
seiner Söhne, Perval Ohnehand, sein Lied singen kann.
Ein eigenes Kind, welches
wider Praios Gesetz handelt, schließt sich in den Augen des Barons sofort
und endgültig aus der Familie und somit aus dem Adel aus, weshalb sich die
Frage nach dem Schwert nicht stellt.
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