Die Baronie und ihre Orte

 

Wälder:

Wie so viele Wälder Greifenfurts sind auch die Dunkelsfarner Wälder dicht, dunkel und von Schauergeschichten umrankt. Dies trifft am meisten auf den Nebelbroich zu, der von der Bevölkerung trotz seiner relativ zentralen Lage gemieden wird. "Der Farn" hingegen, ein Laubwald, der der Baronie den Namen gab, erscheint da schon freundlicher und wurde bis heute in großem Umfang zur Gewinnung von Holz für den Hausbau und zur Verfeuerung genutzt. Der Finstertann ist, außer an seinen Randbereichen und entlang der Wege, kaum "erforscht". Der Dornwald schließlich besteht im Osten aus fast undurchdringlichem Untergehölz aus Dornengestrüpp, so dass er ebenfalls kaum zur Holzgewinnung genutzt werden kann.

Die Moore:

Südermoor, Altmoor und Darpenmoor sind nichts weiter als Überschwemmungsgebiete in flachen Uferbereichen der Flüsse und kaum von wirtschaftlicher Bedeutung. Dafür ranken sich hier eine Vielzahl von Sagen um die großen Feuchtgebiete. Gerade das Altmoor, das firunwärts direkt an den Nebelbroich grenzt, ist ein verrufener Ort, in welchen weder Torfstecher noch Wegelagerer freiwillig gehen. Dicht an diesem Moor liegt auch das längst verlassene Dörfchen Totenweiler. Der Legende nach ließ Baron Fredogar von Rabenmund- Dunkelsfarn, jener Baron, welcher das Lehen vor der Familie des heutigen Barons besaß, die gesamte Bevölkerung des Dorfes hängen und ihre Häuser abbrennen, als diese während der Hungerjahre gegen den Baron opponierten. Seitdem, so sagen die Leute, ist es inmitten der Ruinen nicht geheuer und manch einer, der sich in der Nähe des Geisterweilers im Sumpf verirrte, kehrte ohne klaren Verstand aus dem Moor zurück. Auch die Tiere scheinen den kleinen Flecken zu meiden und selbst Vögel, so sagen die Leute, weichen von ihrer Bahn ab und umfliegen Moor und Sumpfgebiet.[1]

Straßen und Wege:

Da Fredo die Bedeutung der Reichsstraße und des Dergelstiegs für den Handel sehr bewußt ist, hat er großen Wert darauf gelegt, dass keine Steine von Siedlern und Flüchtlingen herausgebrochen wurden, was Dank einer Proklamation, in der für diesen Fall schwere Strafen angedroht werden,[2] auch kaum geschah. Der größte Teil des Dergelstieges jedoch ist, besonders dort wo Hügel überquert werden, von schlechter Qualität.

Eine weitere Nord- Süd Route, der Alte Treidelpfad, ist, wenn überhaupt, nur noch von Zollwacht bis Dunkelhafen gefahrlos benutzbar, wobei besonders der Teil, der durch das Darpenmoor auf einem Damm verläuft, dem endgültigen Verfall entgegensieht. Die wenigen Schiffer, die ihre Kähne noch bis Dergelstein fahren möchten, staken entweder durch diesen Abschnitt des Weges oder benutzen die Treidelpfade auf der darpatischen Seite.

In regelmäßigem Gebrauch und mühselig gepflegt ist der Farnweg, der irritierenderweise nicht durch den Farn, sondern durch den Finstertann führt. Auf diesem Wege werden Waren aus Köllern, Finstertann und Dunkelsfarn hin und her transportiert.

Der Talweg bildet die zentrale West- Ost Achse, wobei es recht häufig vorkommt, dass er auch von Reisenden benutzt wird, die aus Finstertann und Nebeltal nach Süden wollen, da sie die Nähe des Nebelwaldes fürchten, der längs der Route, die südlich vom Talweg abzweigt, verläuft.

Der Neuweg ist in gutem Zustand, da er erst kürzlich angelegt wurde, um das Darpenmoor zu umgehen.

Die Verbindungswege zwischen Dreihöfen, Adersingen, Tsaweiler und dem Landgut Gasten sind ehemalige Wildpfade und von Köhlern ausgebaut worden. Seit der Besiedlung Tsaweilers erfreuen sie sich stärkerer Nutzung.

Allgemein kann man sagen, dass nur die Reichsstraße und der Dergelstieg befestigt sind, sowie der Weg von Dorf zu Burg Grafenstein. Als gut begehbar können gelten: Farnweg, Talweg und Neuweg. Der Weg am Nebelwald, die Strecke von Finstertann nach Westen und die Routen durch und in den Farnwald sind mit nur wenig Mühe passierbar. Der Alte Treidelpfad schließlich kann zwar von Zugtieren begangen werden, birgt aber, besonders im Darpenmoor und erst recht nach Regenfällen, durch seinen matschigen Untergrund, mancherlei Gefahr. Der Treidelpfad zwischen Dunkelhafen und der Nordgrenze kann nur unter günstigsten Witterungsbedingungen noch von Gerüsteten und häufig auch gar nicht mehr benutzt werden.

Die Vegetation, die Handelsgüter, die Tierwelt, Speis und Trank, Sport und Spiel entsprechen in allen Punkten der Schilderung in der "Mittelreichbox". Auch besondere Festtage gibt es keine, mit Ausnahme des Weilers Tsaweiler, in dem zukünftig zur Mahnung und Erinnerung der Tag der Heimkehr (1. Travia) als Trauertag mit einer Versammlung, in der Geschichten aus der Vergangenheit in Tobrien erzählt werden, begangen wird, welche allerdings aufgrund eines Verbotes durch den Baron nur heimlich gefeiert wird.

Die Siedlungen:

Burg Grafenstein (Ein Grundrißplan der Burganlage ist z. Zt. in Vorbereitung)

Bewohner: zusammen 44. Hier wohnen und arbeiten der Baron, einige seiner Kinder und deren Nachkommen, 1 Majordomus, 1 Sekretär, 2 Leibdiener und 2 Leibdienerinnen, 1 Köchin und 4 Küchenmägde, 1 Stallmeister, 8 Knechte und 8 Mägde, 1 Hauptmann (Konnetabel), der auch den 10 Bütteln in der ganzen Baronie vorsteht, 1 Weibel, 2 Korporale sowie 8 Burgwachen.

In den Ställen der Burg finden sich 12 Warunker, zwei Elenviner, ein Trallopper Riese (Fredos Rappe) und eine kleine Kutsche.

Die Burg ist von mittlerer Größe (8000 Rechtschritt). Sie liegt teils auf Fels, teils auf einem planierten Hügel und ist, wo nicht der Fels schroff zu Tale fällt, von einer 5 Schritt hohen und 2 Schritt breiten Wehrmauer aus Schüttwerk umgeben, welche von einem Schanzkleid gekrönt wird. Das einzige Tor ist 6 Schritt breit und wird von einem Torhaus überragt. Darunter befinden sich ein äußeres und ein inneres Fallgitter sowie eine gewaltige 8 mal 6 Schritt große Zugbrücke, die einen natürlichen Graben von annähernd 7 Schritt Breite und 4 Schritt Tiefe überragt. Die Tiefe der Toranlage beträgt 5 Schritt.

Der Grundriß der Burg entspricht einem Rechteck (Tiefe größer als Breite), an dessen Eckpunkten 4 eckige Türme von je 8 Schritt Höhe stehen, von denen einer nach dem Orkenbeschuß noch nicht wiederhergestellt wurde.

Ist man durch die Toranlage auf den geräumigen Innenhof mit dem großen Zugbrunnen und dem Backhaus im Zentrum gelangt, sieht man vor sich auf der anderen Seite den Palas, der in der Mitte der Vorderfront einen runden Bergfried von 9 Schritt Höhe sein eigen nennt, welcher die Gemächer der wichtigsten Hofdiener beherbergt. Im Obergeschoß des Palas selbst liegen die Wohn- und Schlafräume der Familie Adersin, im Untergeschoß befindet sich der große, aber zugige Rittersaal.

Zur linken liegt das Gesindehaus, in dem auch die Küche untergebracht ist. Direkt links und rechts neben ihm befinden sich die Stallungen. Zur Rechten sieht man ein Gebäude, in dem im Erdgeschoß Werkstätten und Arbeitsstuben liegen, im Obergeschoß aber die Gäste untergebracht sind. Alle drei Gebäude haben je eine auslegbare "Brücke", über die man auf die Wehrmauer gelangen kann.

Insgesamt gesehen macht Burg Dunkelsfarn einen durchaus einladenden Eindruck, besonders im Spätherbst, wenn das Laub wie Feuer an den Bäumen hängt und die Fachwerkfassade hoch über dem Tal des Kautzenbach thront. Bei Nebel oder dem häufigen feinen Nieselregen hingegen strahlt die Burg eine kalte, dunkelgraue Wehrhaftigkeit aus. Schnörkel und Verzierungen wird man hier vergebens suchen. Alles macht den Eindruck von Zweckmäßigkeit und Organisation. Platz für kunstsinnige Leute findet sich allenfalls in der 'Bibliothek', dem Arbeitszimmer des Barons, und auch hier sind es lediglich die ledergebundenen Folianten, welche das Auge des Besuchers erfreuen und, wie zu erwarten, nicht durch Fredo angeschafft wurden.

Der Weg zur Burg ist gut befestigt und im Gegensatz zu den Hängen des Hügels recht flach.

Dorf Dunkelsfarn und Anlegestelle Dunkelhafen

(Ein Plan und eine Gebäudeliste des Dorfes sind bereits in Arbeit)

Einwohner: fast 400

Tempel: Peraine, Firun, Traviaschrein, Tsaschrein, Praiosschrein

Das Dorf selbst ist mit einer Palisade umgeben gewesen, über die die Grenze des Dorfes aber schon vor einiger Zeit hinausgewachsen ist. In kleinem Stil findet man hier fast alles, was man zum Leben braucht, aber zu teilweise recht hohen Preisen. 16 kleine und 4 mittlere Höfe, 1 großer Hof, 1 Gutshof und 8 Waldbauernhöfe prägen ansonsten einen Stil von ländlicher Gemütlichkeit. Dass viele der ansässigen Bauern sich von dem Schock und den Plünderungen und Greueltaten der Orkinvasion, die hier besonders stark waren, noch nicht erholt haben, bemerkt man erst nach längerem Verweilen zum Beispiel in den 3 wiederaufgebauten Herbergen, die den Orks als Lager dienten. Die Dörfler selbst sind, wie die Greifenfurter überhaupt, eigenen Problemen gegenüber verschlossen und eigenbrötlerisch, dieweil sie es sich nicht nehmen lassen, dem Fremden direkt und durchaus auf eine rauhe Art freundlich zu begegnen.

Grenzstation Steinwacht

Einwohner: 48

In Steinwacht leben 6 Hirtenfamilien, derer zwei im Bedarfsfalle als Büttel Dienst tun.

Köllern

Einwohner: 16

Tempel: Firunschrein

In dieser Ansiedlung gibt es 2 Hirtenstelen und 2 Waldbauernhöfe sowie einen kleinen Waldgasthof, den 'Alten Baum'. Außerdem ist Köllern ein Handelsplatz und Ausgangsbasis für Köhler und Jäger, so dass hier gelegentlich bis zu 75 Leute leben. Dementsprechend bietet der schmucke Gasthof auf dem Dachboden und über den Ställen und Vorratsräumen reichlich Platz. Letztlich erfüllt der als einziges Gebäudes des Dorfes aus Bruchsteinen errichtete Bau die Aufgaben, die andernorts einem Wehrtempel zufallen. Dass es sich bei dem Gebäude, wie man manchmal munkeln hört, tatsächlich um einen ehemaligen Tempel der Travia handelt, ist aber wohl den Sagen und Legenden zuzuordnen.

Vogtei und Dorf Winterweiler

Einwohner: 298

Tempel: Peraine, Phexschrein

Winterweiler ist von einer Holzpalisade umgeben und besteht aus einem Gutshof, 9 Waldbauernhöfen, 4 Hirtenstelen, 12 kleinen und 2 mittleren Höfen und einem großen Bauernhof, dem Vogtssitz. 2 Gasthäuser dienen vor allem riesigen Holz- und Pelzhändlern als Unterkunft, wobei der Vogt durchaus von seinem Recht gebrauch macht, die Waren zu kontrollieren und gegebenenfalls nachträglich Jagderlaubnisse (für blanke Münze) auszustellen. Sollte der Vater des Vogtes jemals hinter dieses fragwürdige Tun kommen, so wird sich der Vogt wohl sehr bald an dem Ort wiederfinden, den der Alte für Wilderer bereitstellen würde, am Strang.[3] Der Name ist durchaus Konzept: Winterweiler ist der höchstgelegene Ort der Baronie und Gradmesser für die Ankunft und den Abzug des Winters.

Dorf Nebeltal

Einwohner: 183

Tempel: Peraineschrein (Wehrtempel)

Nebeltal macht seinem Namen alle Ehre. Dafür sind die Weiden der Umgebung außer im Winter auch stets frisch und grün. 9 Hirtenfamilien, 4 Waldbauern, 1 großer Bauernhof, 1 mittlerer und 13 kleine Höfe bilden eine fast kreisförmige Siedlung, in dessen Zentrum der Wehrtempel mit dem Schrein liegt, direkt neben einer kleinen, freundlichen Herberge (der 'Nebelgrund').

Vogtei und Dorf Heidegrund

Einwohner: 143

Tempel: Travia

Wer von Reichsweg kommend die Höhen des Dergelstieges überquert hat, macht gerne Rast in Heidegrund. Das von einer Palisade umgebene Dorf besteht aus 14 kleinen und 3 mittleren Höfen, einem großen Hof und 5 Hirtenstelen. 3 Gasthöfe und eine Huf- und Grobschmiede vermitteln dem Reisenden den Eindruck von Zivilisation.

Dorf Finstertann

Einwohner: 83

Tempel: Ingerimm-Wehrtempel

Es mag irritieren, hier, mitten im finstersten Waldgebiet Dunkelsfarns, auf einen Tempel des Schmiedegottes zu stoßen. Dies zumal, da der Tempel ganz aus dem Holz der Schwarztanne gemacht ist und in Stil und Schnitzwerk eher einen Firuntempel vermuten lassen würde. Doch gerade die Verwendung dieses, dem Schmiedegott heiligen Holzes und die hohe Kunstfertigkeit, mit der Ingerimmgefällige Motive über die gesamte innere Fläche des Tempels verteilt eingegraben wurden, haben seinen Ruf als schönster Tempel des bärtigen Gottes in ganz Greifenfurt, wenn nicht gar im Mittelreich begründet. So jedenfalls sagen die Einwohner des kleinen Weilers. Und tatsächlich kommen übers Jahr eine gute Anzahl Pilgergruppen nicht zuletzt auch zwergischer Herkunft nach Finstertann, um die Wunder diesen Ortes zu beschauen.

Der Tempel selber steht auf einer Freifläche, die von unbehauenen Felsblöcken vollständig umgeben ist. Eine hölzerne Treppe führt beidseitig über die natürlich wirkende Mauer. Der Sage nach traf ein armer Waldbauer an dieser Stelle auf ein Wesen, welches wie eine gepanzerte Made aussah und ihn und seine Familie bedrohte. Die Axt, die der Bauer in seiner Verzweiflung gegen das Wesen schleuderte, zerbrach am harten Panzer der Kreatur und zersetzte sich in den Ausdünstungen des Wesens. Der Stiel der Axt jedoch, den der Bauer, Ingerimm um Vergebung bittend, seinerzeit aus dem Ast einer Schwarzeiche gefertigt hatte, durchdrang das unheilige Wesen wie eine Klinge und ließ sie vergehen.

Aus Dankbarkeit begann der Bauer, dem Herre Ingerimm einen Schrein aufzurichten, dem nach und nach alle kommenden Generationen zu seiner jetzigen Pracht verhalfen. Lediglich die Steine, so sagen die alten Bauern, habe kein Mensch dorthin bewegt. Vielmehr habe der Herre Ingerimm, als er der Schreinweihe beiwohnte, ob der Heiligkeit diesen Ortes, seine Krone vom Haupt genommen und um sein Heiligtum gelegt.

In der Mitte des Schreines, auf das köstlichste mit zwergischen Goldschmiedearbeiten verziert, ruht auf einem schwarzen Samtbett ein altersdunkler, wohl uralter Holzstab, Beweis der Sage und Heiligtum des Tempels.

Dorf Grafenstein

Einwohner: 77

Tempel: Praiosschrein

Die kleine Siedlung unterhalb der Burg besteht in der Hauptsache aus kleinen Bauerngehöften, welche die Burg und deren Insassen versorgen. Teil der Domäne der Dunkelsfarner, spüren die hier lebenden Untertanen die rasch aufbrausende Art des Barons wohl am heftigsten. Andererseits gibt es kaum ein ertragreicheres Land in der gesamten Baronie, so dass, wer sich einmal hier festgesetzt hat, die Launen des Barons mit typisch Greifenfurter Langmut erträgt und ansonsten seiner eigenen Wege geht.

Zoll- und Fährstation Talbach

Einwohner: 18

2 kleine Höfe und eine Anlegestation bilden die Zoll- und Fährstation. Der Fährmann und sein Sohn sind auch gleichzeitig die Büttel. Sie stehen von Sonnenauf- bis Untergang bereit, Reisende für 1 S pro Bein ans andere Ufer des Dergel oder Darpat (je nach der Flussseite, von der man kommt) zu bringen.

Weiler Dreihöfen

Einwohner: 48

Tempel: -

In Dreihöfen stehen noch immer genau drei mittelgroße Bauernhöfe, in denen auch Unterkunft gewährt wird.

Jagdgut Adersingen

Bewohner: 25

Tempel: -

Dieser heute den Adersins als Jagdgut dienende kleine Gutshof bildet das Zentrum der Domäne des Barons. Der Gutsverwalter ist gleichzeitig auch der Jagdmeister. Zwei Wehrheimer Doggen dienen sowohl als Jagd- als auch als Wachhunde. Wer hier für die Nacht ein Dach über dem Kopf sucht, wird nur in ganz besonderen Fällen Gehör finden und im Stall schlafen dürfen. Tagsüber wird der Reisende unmißverständlich aufgefordert werden, schnellstens "Land zu gewinnen".

Weiler Tsaweiler (ehemals Tobringen)

Einwohner: 56

Tempel: Boronschrein, Tsawehrtempel (in Bau)

In Tsaweiler leben ausschließlich ehemalige tobrische Flüchtlinge, von denen nur wenige noch mit ihrer Verwandtschaft zusammenleben. Vielmehr haben sich auf den 7 kleinen Höfen des Ortes Zweckgemeinschaften gebildet, die das Überleben sichern sollen. Zwar hat der Baron im Zuge der Eingliederung der Tobrier als Greifenfurter die Umbenennung des Ortes beschlossen, für die Einwohner des Ortes aber bleibt der alte Name durchaus bestehen. Dieser wird von den Bewohnern, sollte man sich einmal mit ihnen über ihre Zukunft unterhalten, eher wie “Tod bringen” ausgesprochen, denn der größte Teil der Tobrier träumt noch immer- und seit der 3. Dämonenschlacht verstärkt- von der Rückeroberung der Heimat.

Landgut Gasten

Bewohner: 32

Tempel: -

Der ehemalige große Gutshof wird heutzutage nur noch zum Teil bewirtschaftet. Viel einträglicher hat sich das Geschäft der Zimmervermietung entwickelt, zumal man über ausgedehnte Stallungen verfügt und das Gut passgerecht an der Reichsstrasse in Tagesrittentfernung nach Reichsweg befindet. Gut 20 Zimmer und eine hervorragende Küche lassen sowohl den Reisenden, der es zum nächsten Ort nicht mehr geschafft hat, als auch den Kenner (zuletzt häufig militärische Boten und Glücksritter) sein Halten nicht bereuen.

Grenzstation und Zollwacht Krötenbrunn

Einwohner: 237

Tempel: Perainewehrtempel (ein Rondraschrein ist geplant)

Krötenbrunn, eine ehemalige kleine Zollstation mit einigen Höfen und einem Wehrtempel der Peraine, hat sich seit seinem Ausbau zu einer kleinen Grenzfestung sehr verändert. Heute stehen hier 12 Waldbauernhöfe, 1 großer, 1 mittlerer und 11 kleine Höfe. Im Mittelpunkt des Lebens in Krötenbrunn steht jedoch zweifellos die neue Grenzfestung zum Schutze der Reichsstraße in Richtung Westen, in welche man die Befestigungen des Perainetempels integriert hat. Sie besteht aus einem zinnenbewehrten Bollwerk von 3 Schritt Tiefe bei 6 Schritt Höhe und ist aus Schüttwerk. Die Vorderfront liegt auf einer Länge von 15 Schritt direkt am Ufer des Dergel, und in ihrer Mitte befindet sich ein 5 Schritt breites Tor, flankiert von 2 kleinen hervorstehenden Türmchen. Das Tor ist 6 Schritt tief und kann durch 2 Fallgitter und zwei schwere Torflügel gesperrt werden. Der Boden besteht aus 3 jeweils 2 Schritt langen Steinplatten, die drehbar gelagert und normalerweise arretiert sind. Darunter befindet sich ein 2 Schritt tiefer gemauerter Graben. Aus der Decke des Torbogens kann allerlei tückische Flüssigkeit geschüttet werden, und außerdem gibt es für den ganz großen Notfall noch die Möglichkeit, einen Teil des Torbogens zum Einsturz zu bringen, um so den Weg vor dem Tor, also am Ende der Brücke, zu blockieren. Das gesamte Bauwerk erinnert von der Brücke her gesehen stark an den Eingang einer Burgfestung.

Zu Friedenszeiten tun hier tagsüber vier Büttel und des Nachts zwei weitere Dienst, wobei das Tor im Normalfall stets geöffnet ist. Gleich hinter der Befestigungsanlage befinden sich ein Mietsstall und eine Herberge sowie ein kleines Etablissement, in dem man sich bei Glücksspiel, Speis, Trank und "guter Unterhaltung" aufs trefflichste amüsieren kann, sofern man den Eintritt von einem Dukaten, für den es ansonsten gar nichts gibt, zu zahlen in der Lage ist.

Solange noch nicht klar ist, wie sich der Ort entwickeln wird, ist der Bau einer Palisade, die den Ort in einem Dreiviertelkreis von Mauerende zu Mauerende umgeben soll, zurückgestellt.

 

Außerhalb der größeren Ansiedlungen leben noch weitere 112 Dunkelsfarner auf 5 kleinen und 5 Waldbauernhöfen sowie einem mittleren Hof und zwei Hirtenstelen, so dass die gesamte Baronie ca. 2000 Einwohner hat.

DD und VW

 

Altenau Dunkelsfarn Baronie Eslamsroden Reichsstadt Eslamsroden Reichsweg



[1] Was niemand weiß ist, dass inmitten des Sumpfgebietes, zwischen Nebelbroich und Altmoor ein abgeschiedenes Tal befindet, in dessen Zentrum sich zwei Kraftlinien kreuzen. Hier hat zur Zeit der Hungerjahre eine Hexe einen Menhir aufgestellt und mittels eines Rituals zu einem Artefakt gewandelt, welches, gespeist von der Macht der Kraftlinien, einen immerwährenden eigene Ängste quälen dich über die gesamte Lichtung wirft. Dieser Zauber wirkt wie eine Blase, die die Lichtung schützen soll, auf der die Hexe zahlreiche uralte Kräuter und Pflanzen (teils in ihren Urformen mit entsprechend großer Heil- und Giftwirkung) anbaute. Wer sich der 'Wand' dieser Blase nähert, dessen Ängste (sozusagen in Form von Halluzinationen, die der dort beständig aufwirbelnde Nebel nur noch verstärkt) werden immer größer, bis er endlich die 'Wand' durchbricht, was zu einem schlagartigen Verschwinden dieser Gefühle führt.

[2]Und drei mal darf der geneigte Leser raten, was die Strafe sein könnte. Strafen in Dunkelsfarn sind immer drastisch, immer mit Körperstrafen verbunden und Fredo schreckt dabei auch nicht vor Mitgliedern der eigenen Familie zurück, wovon einer seiner Söhne, Perval Ohnehand, sein Lied singen kann.

[3] Ein eigenes Kind, welches wider Praios Gesetz handelt, schließt sich in den Augen des Barons sofort und endgültig aus der Familie und somit aus dem Adel aus, weshalb sich die Frage nach dem Schwert nicht stellt.